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RFID – Fragen und Antworten


„Wir möchten einen Maßstab für die Branche setzen und auch anderen Unternehmen einen Weg aufzeigen, wie sie die neue Technologie im Einklang mit dem Datenschutz nutzen können.“

Dr. David Frink, Vorstand

Was bedeutet RFID?


Die Abkürzung RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation. Diese Technologie ermöglicht es, Objekte berührungslos und eindeutig per Funk zu identifizieren. Hierzu sind an den Kleidungsstücken spezielle Etiketten mit einem integrierten Chip, ähnlich bisherigen Warensicherungsetiketten, angebracht. Die sogenannten RFID-Transponder (Sender) können mittels mobiler Lesegeräte, oder mit fest installierten Antennen (z.B. an der Kasse), aus bis zu 3-4 Metern Entfernung aktiviert und gelesen werden.

Ist RFID eine völlig neue Technologie?


In den 70er Jahren wurden die ersten Vorläufer der RFID-Technik auf den Markt gebracht. Es handelte sich dabei um elektronische Warensicherungssysteme. So konnte bei Diebstahl Alarm ausgelöst werden, falls eine Sicherung am Produkt entfernt worden war. Es folgten bis heute zahlreiche neue Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten wie z.B. die Kennzeichnung von Tieren durch Chips, bargeldloses Zahlen oder elektronische Wegfahrsperren.

Was bedeutet EPC?


Der EPC (Elektronischer Produkt Code) ist eine Erweiterung des vom Barcode bekannten EAN-Codes um eine Seriennummer. Der EPC kann daher jedes Kleidungsstück von jedem anderen eindeutig unterscheiden und ermöglicht damit das schnelle und einfache Zählen von Artikeln. Zusätzlich bietet der EPC aber auch die Möglichkeit zur Qualitäts- und Fälschungssicherung.

RFID und Barcode - Was ist der Unterschied?


Um den handelsüblichen Barcode, bzw. Strichcode, lesen zu können muss man ein Lesegerät in die Nähe des Barcodes halten, damit dieses die Daten übermitteln kann. Die Daten in einem Barcode können nur mit Sichtkontakt ausgelesen werden und sind empfindlich gegen Verschmutzung.


In der RFID-Technik eingesetzte Transponder reagieren dagegen erst auf ein Funksignal und senden berührungslos und ohne Sichtkontakt ihre Daten an das entsprechende Lesegerät. Es handelt sich nicht um einen Chip, der selber ständig sendet, sondern ein Verfahren bei dem die enthaltenen Informationen auf Abruf gesendet werden. Außerdem sind RFID Chips unempfindlicher gegenüber Lagerung, Verschmutzung und schlechter Witterung.

Welche Vorteile ergeben sich für mich durch RFID?


Gerry Weber nutzt die RFID-Technologie um die Prozesse in der Logistik sowie auf der Verkaufsfläche zu vereinfachen und zu beschleunigen.

 

Es ergeben sich folgende Vorteile:

  • Eine bessere Kontrolle der Anlieferung, da diese schnell und einfach auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft werden kann.
  • Retourenlieferungen werden enorm beschleunigt – Wareneingangs- und -ausgangsprozesse werden wesentlich rascher und einfacher abgewickelt.
  • Inventuren sind mithilfe der Funketiketten blitzschnell und nahezu fehlerfrei machbar. Der gesamte Warenbestand eines Ladens lässt sich in zehn Minuten erfassen.
  • Diese verbesserte Bestandsführung kann Ihnen somit eine 100%ge Warenverfügbarkeit garantieren.

 

Besteht ein Gesundheitsrisiko aufgrund der verwendeten Radiowellen?


Klare Antwort: NEIN!

In Europa bestehen eindeutige gesetzliche Vorschriften für die Übertragung von Informationen durch die so genannten „elektromagnetischen Felder“. Darüber hinaus hat eine internationale Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1998 Grenzwerte für die Strahlung empfohlen, die elektromagnetische Felder nicht überschreiten dürfen. Diese Werte sind so gewählt, dass nach dem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand durch die Anwendung der Technologie keine gesundheitlichen Risiken entstehen können. Auf dieser Grundlage wurde in Deutschland die EN-Norm EN50357 entwickelt. Darin sind die für RFID-Systeme geltenden Grenzwerte festgelegt. Die erzeugten Radiowellen basieren auf einer ähnlichen Technologie wie etwa schnurlose Telefone oder kabellose Internetverbindungen.

Kann ich das Etikett an der Kleidung belassen?


Wird der Chip nicht entfernt, so ist durch die Art der Anbringung ein Hautkontakt ausgeschlossen. Das Trägermaterial erfüllt die hohen Standards, die Gerry Weber auch an das Pflegeetikett stellt (Öko-Tex 100).

Wie entferne ich das RFID-Etikett?


Aus Komfortgründen kann vor dem ersten Tragen der Kleidungsstücke das Etikett entfernt werden. Die Kunden können den RFID Chip, der sichtbar eingenäht ist, auf Wunsch direkt an der Kasse entfernen lassen oder ihn auch zu Hause eigenhändig entfernen. Die Informationen über Pflegeanleitung und Produktzusammensetzung bleiben dabei erhalten.

Können die RFID-Etiketten mit dem Hausmüll entsorgt werden?


Klare Antwort: JA!

Durch den derzeitigen Einsatz der RFID-Technologie ergeben sich keine negativen Auswirkungen auf die Entsorgung. Die rechtliche Situation ist eindeutig geregelt. Die Entsorgung der RFID Lese- und Schreibgeräte, egal in welcher technischen Ausführung, ist durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz geregelt. Die RFID-Transponder im Etikett selbst fallen unter keine umweltrechtliche Regelung und können zusammen mit dem Restmüll entsorgt werden.