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Nachhaltige Materialien

Nachhaltige Mode von GERRY WEBER

Welche Materialien sind nachhaltig?

Als nachhaltige Materialien werden hauptsächlich Naturmaterialien bezeichnet, aber auch recycelte Stoffe und schonende Färbemethoden spielen bei nachhaltigen Kollektionen eine große Rolle. In diesem Zusammenhang steht Nachhaltigkeit nicht nur für eine langlebige Qualität der Kleidungsstücke, sondern vor allem der Energieaufwand für ihre Herstellung sowie deren Auswirkung auf die Natur werden kritisch beäugt.

Über das immer größer werdende Interesse an nachhaltiger Mode freut sich übrigens nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Haut. Naturmaterialien wie Leinen, Hanf, Bio-Baumwolle und Co. können nämlich vor allem mit einer großen Atmungsaktivität punkten. Dadurch sind Kleidungsstücke aus Naturfasern deutlich weniger anfällig für unschöne Schweißflecken als synthetische Fasern.

Neugierig geworden, was die neuen Garne sonst noch zu bieten haben?
Hier erfahren Sie alles über die wichtigsten nachhaltigen Materialien auf einen Blick:
Kleid aus Bio-Baumwolle von GERRY WEBER

Bio-Baumwolle

Bio-Baumwolle wird im Vergleich zu herkömmlicher Baumwolle deutlich ökologischer hergestellt. Statt auf chemische Pestizide wird beim Anbau mit Mist und Kompost auf natürliche Weise gedüngt. Dadurch können die Böden mehr Wasser speichern, wodurch der Wasserverbrauch um 91% verringert wird (im Vergleich zu konventioneller Baumwolle). Gentechnisch verändertes Saatgut ist im Bio-Anbau ebenfalls streng verboten.
Zudem wird Sie das Tragegefühl von Organic Cotton begeistern: Der ressourcenschonend angebaute Stoff ist weich, atmungsaktiv, hautverträglich und sehr lange haltbar.
Nachhaltige Materialien: Leinen

Leinen

Leinen, auch bekannt als Flachs, wird aus Bastfasern der Pflanze "Echter Lein" hergestellt. Dank der Robustheit der Pflanze werden beim Anbau weniger Pestizide und Dünger benötigt als beim Anbau anderer Materialien wie Baumwolle. Der Vorteil von Leinenfasern ist, dass sie sehr atmungsaktiv sind und jede Menge Luftfeuchtigkeit aufnehmen können, weshalb Kleidungsstücke aus Leinen besonders im Sommer angenehm zu tragen sind und kühl auf der Haut aufliegen. Das widerstandsfähige Material ist zudem sehr schmutzabweisend und verleiht jedem Outfit einen Hauch legere Eleganz.

EcoVero Kleid von GERRY WEBER

Lenzing EcoVero™ Viskose

EcoVero™ Viskose, produziert von der österreichischen Firma Lenzing Fibers, gilt als die ökologischste und sauberste Viskose, die man herstellen kann. Für die innovative Faser aus Holz und Zellstoff sprechen vor allem der ökologische Produktionsprozess, der Einsatz von Holzressourcen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und die 100%ige Transparenz in der Lieferkette. Die Herstellung der umweltfreundlichen Viskose verursacht im Vergleich zu generischer Viskose 50% weniger Emissionen und Wasserbelastung. Zudem entsteht in der Herstellung ein geschlossener Kreislauf: Wasser und Chemikalien werden recycelt, wodurch die Umwelt nicht belastet wird.

Hanf

Hanf besteht ähnlich wie Leinen aus sehr robusten und temperatur-regulierenden Fasern, die zu jeder Jahreszeit angenehm zu tragen sind. Die Herstellung der langen, schimmernden Bastfasern kommt mit geringer Bewässerung und Energieaufwand aus, ist biologisch abbaubar und besonders hautfreundlich.

Unser Tipp: Je öfter Kleidung aus Hanf getragen und gewaschen wird, desto weicher wird sie.

Alpaka-Wolle

Alpakas leben in den südamerikanischen Anden und liefern eine der qualitativ hochwertigsten Wollarten. Die Tiere werden nur alle zwei Jahre geschoren, was den Garn der nur etwa vier Millionen Alpakas weltweit zu einem sehr kostbaren Material macht. Man unterscheidet dabei zwischen Fasern von Huacaya-Alpakas und Suri-Alpakas. Beide liefern seidige Fasern, die durch ihre feinen Luftkammern klimaregulierende Eigenschaften besitzen, weshalb Mode aus Alpaka-Wolle im Winter wärmt und im Sommer für wohltuende Luftdurchlässigkeit sorgt.

Seide

Die Prädikate hochwertig und nachhaltig schließen sich keinesfalls aus! Der edle Stoff Seide wird nachhaltig aus den Proteinfasern der Kokons von Seidenraupen gewonnen. Klingt erst einmal seltsam, ist dafür aber biologisch abbaubar.

Pluspunkt für die umweltbewusste Seide: Im Sommer lassen sich Kleider aus dem zarten Material besonders angenehm tragen, denn der geschmeidige Stoff kann die Hälfte des Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen.
Nachhaltige Materialien: Lyocell

TENCEL™ Lyocell

Bei Lyocell, von der österreichischen Lenzing AG unter dem Markennamen Tencel™ produziert, handelt es sich um eine besonders nachhaltige Cellulosefaser, die aus Eukalyptusholz gewonnen wird. Das Material ist biologisch abbaubar und die Produktion sogar FSC-zertifiziert, was bedeutet, dass bei der Produktion eine nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert wird. So wird nur auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut, die nicht für den Nahrungsmittelanbau genutzt werden können.

Eukalyptusholz ist ein natürlicher Rohstoff, weshalb für seine Herstellung deutlich weniger Chemikalien und Energie benötigt werden als für Kleidung aus Viskose. Hinzu kommt, dass Eukalyptus ohne künstliche Bewässerung und Düngung auskommt, was sich in einem sehr geringen Wasserverbrauch bei der Produktion widerspiegelt.



Wie wird TENCEL™ Lyocell hergestellt?

Sie können sich nicht vorstellen, wie Eukalyptusholz in Fasern und damit letztlich in Kleidung  verwandelt wird? Vereinfacht beschrieben beginnt der Herstellungsprozess damit, dass das Eukalyptusholz zu Schnipseln zerkleinert wird. Um den Zellstoff zu lösen, werden diese anschließend eingeweicht. Die entstandene Masse wird mit Wasser und ungiftigem Lösungmittel zu einem Brei vermengt. Dieser wird darauffolgend erhitzt, um dem Ganzen das Wasser zu entziehen. Dadurch wird die Cellulose gelöst und eine Spinnlösung entsteht, die noch gefiltert und gepresst werden muss. Abschließend entstehen in einem Spinnbad die Naturfasern. Im Zuge dieses Lösungsmittelspinnprozess wird das Prozesswasser zu guter Letzt recycelt, sodass 99% des Lösungsmittels in den Produktionskreislauf zurückgeführt und wiederverwendet werden können.

Dry Indigo®: nachhaltiges Färbeverfahren

Nachhaltiger Denim

Die gute alte Blue Jeans ist nach wie vor das meistverkaufte Kleidungsstück der Welt, dabei waren die bisherigen Herstellungsprozesse wenig umweltfreundlich. Rund 8.000 Liter Wasser werden für eine Jeans benötigt, der Großteil wird für die Bewässerung der Baumwollfelder verschlungen.

Das innovative Dry Indigo®-Verfahren macht es jedoch möglich, nachhaltigen Denim ressourcenschonend herzustellen. Statt auf aggressive Färbemethoden zu setzen, werden die Garne wassersparend mit Schaum gefärbt. Dadurch werden im Herstellungsprozess rund 99% weniger Wasser, 89% weniger Chemikalien und 65% weniger Energie als in der herkömmlichen Denim-Produktion benötigt.